particles in the spectrum of noise

Ohne Zweck.

without purpose

Ohne Vorhersehbarkeit entwickelt sich diese Musik. Ohne ein allgemeingültiges Stilmerkmal formt sie sich. In all diesen terminologischen Prägungen wird die Option auf das Experiment betont. Diese Musik entsteht, will nicht gefallen, verfolgt keinen Zweck.
Zuhörer*innen machen ihre sujektiven Hörerfahrungen, nehmen wahr, dass es an den weichen Rändern Muster und Assoziationen mit geprägten Erfahrungen gibt. Doch wir landen nicht in der Vergangenheit, sondern im Jetzt!

Diese Wellen verbinden sich nicht zwanghaft mit Vorangegangenem. Bleiben wenig vorhersehbar, egal in welchem Bezug sie erscheinen.
Musikalische Konventionen und akademische Sichtweisen tauchen auf, werden aber wieder verworfen oder bleiben von Anfang an unberücksichtigt.

Nicht vorhandene harmonische Bezugspunkte führen die Zuhörer*innen ins Jetzt, sodass kulturell geprägte normative Hörgewohnheiten ins Leere laufen.

Neue Möglichkeiten der Formgestaltung werden erprobt. Dies ist keine Einschränkung, sondern das Eröffnen von neuen und einzigartigen Erfahrungen mit der Umwelt und der Auseinandersetzung mit dem Selbst. Hier entstehen aphoristische Formen, Klangcollagen und -montagen, bewegte Klänge im Raum, Soundfragmente, Klangverwandlungen, Raumerfahrungen. Das Spektrum ist nicht überschaubar. Die Wahrnehmung verändert sich nicht nur durch Raum, Licht und Ton, sondern auch durch die eigenen Botenstoffe und das Zurückgeworfensein auf sich selbst.

Wer jede mögliche Musik gleichermaßen anerkennt, für den ist eine Abgrenzung von neu gegen alt nicht mehr möglich.

Hier gibt es keinen Vergleich, hier wird ein Wettbewerb nicht initiiert.

Die Möglichkeit oder auch die Beschränktheit der Be-Wertung durch andere Meinungsbilder ist nicht anwendbar und somit nur aus einer eigenen Perspektive zu betrachten.
Diese Veranstaltung ist ein klangsinnliches Phänomen. In diesem Erlebnis ist jede Person gleichermaßen kompetent, wenn sie/er diesem Phänomen Aufmerksamkeit schenkt.
So ist die Grenzziehung zwischen unterhaltendem und ernstem Genre aufgeweicht worden und es sind musikalische Genres entstanden, die es nicht kümmert, ob sie gefallen oder nicht.

Organisierter Klang wird in reale Räume projiziert; Klangumgebungen entstehen, die mit einem aktiven, den Klangraum erforschenden Hörer rechnen.