Nur im Alleinsein können wir uns selbst finden. Alleinsein ist nicht Einsamkeit, es ist ein großes Abenteuer!
Only in solitude can we find ourselves.
Being alone is not loneliness; it is the greatest adventure! (Skulptur: Chiharu Shiota.)
livetracks – particles in the spectrum of noise
Durch das für die Hörer*innen nicht Vorhersehbare und die klanglichen Kontraste fällt die Wahrnehmung und die Erfahrung immer in die gegenwärtige Situation.
Diese macht „particles in the spectrum of noise“ immer zu einer unmittelbaren Erfahrung. Wahrnehmungsräume und situative Emotionen verschieben Positionen und Verhältnisse zu Kunstwerken und zum Kunstraum.
Intelligenz und Wachstum entstehen individuell und durch Fragestellungen, durch Konfrontation und durch unmittelbare Erfahrung, nicht pädagogisch.
Diesen Skulpturen kann sich niemand entziehen, es schwingt Expressives, aber auch sanft Verhaltenes mit; wir hören Chaos, aber auch Struktur, wir hören Noise, Gewitter und Stille (wenn es sie denn gibt) und wir hören Wohlklang. Diese Klangkulisse formt den Raum neu, lässt ihn durch Hörer*innen neu betrachten. Wanderung vom bloßen Hören zur Erfahrung.
Sound nicht als traditionelle Bestätigung, sondern als Individualerfahrung.
Gemeinsames Erleben ohne ein Einheitserlebnis. Mit der Anregung zum Austausch und zur Vielseitigkeit. Nicht zur bloßen Bestätigung.
Fließen Sounds, entnommene Field-Recordings, Analoges und Digitales ineinander, so ergänzt es sich einerseits und dreht und prallt doch andererseits aufeinander.
Wechsel Kontraste, Längen und Beaming on Nature … Im Raum entsteht eine Abstraktion von Realität. Eine Entfernung sowie eine neue Verbindung.
Eben auch surreale Erkenntnisse. Es geht nie um allgemeine Eindeutigkeit. Die Hörer*innen werden umströmt von einer charakterlichen, aber auch vielschichtigen Klangsprache …
Hier entstehen gleichermaßen Konfrontation und Raum sowie Noise & Silence. Die aufgeführten Werke entstehen nicht, um dem Publikum zu gefallen oder zu anderen Zwecken.
Diese Kompositionen entstehen aus der Emotion der Person heraus. Ein surreales Spiel mit sich selbst oder in Reflexion.
Ein Spektrum von Schönberg, Krenek, Boulez, Laurie Spiegel, Bülent Arel, Maryanne Amacher, Bebe Barron, Suzanne Ciani, Delia Derbyshire, Pauline Oliveros, Daphne Oram, Éliane Radigue, Clara Rockmore, Wendy Carlos, John Cage, Steve Reich, K. H. Stockhausen, Burnt Friedman, Asmus Tietchens, Frank Bretschneider, COH, Alva Noto, Joke Lanz, Ryuichi Sakamoto bis in die Gegenwart. Letztlich aus über 100 Jahren zeitgenössischer Musik durchmixt von den Stars des Sujets. Oder eben auch nicht.
livetracks / PSON Soundskulpturen sind keine Erzählungen. Sie sind kein Einheitssujet. Hier findet sich kein geprägtes und interpretiertes Kulturgut, höchstens in der Form der Verfremdung (Ostranenie)
Ganz im Sinne von Viktor Schklowski´s geprägtem Begriff.